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Goldmünzen sind staatliche Prägungen aus Gold, die zu Zeiten der Goldwährungen meist für die Zirkulation bestimmt waren. Um die Goldmünzen dafür härter zu machen, wurden sie aus Legierungen mit Silber oder Kupfer hergestellt. Daher unterscheiden sich die Goldmünzen farblich voneinander, einige sind goldgelb, andere glänzen gülden, manche sind eher rötlich. Da nur der Gehalt an reinem Gold den Goldwert einer Münze ausmacht, muss zwischen dem Raugewicht – das ist das Gewicht, das die Waage anzeigt – und dem Feingewicht unterschieden werden. Letzteres wird aus dem Raugewicht und dem Feingehalt berechnet. Für deutsche Goldmünzen der Kaiserzeit beträgt der Feingehalt 900/1000. Seit Abschaffung der Goldmünzen als echtes Zahlungsmittel werden Goldmünzen als Bullion-Münzen zur Geldanlage geprägt. Sie weisen oft einen Reinheitsgehalt von 999/1000 auf.
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das gilt auch für Goldmünzen. Deshalb sollte man genau hinschauen, bevor man sich über vermeintliche Goldmünzen zu sehr freut. Durch neue Techniken ist es heute möglich, jede Münze einwandfrei zu vergolden. Und neben den goldenen „Glückspfennigen“ kursieren auch „goldene Markstücke“, die aus ganz normalen Umlaufmünzen hergestellt wurden. Die „echte“ Goldmark trägt das Prägejahr 2001 und statt der Umschrift „Bundesrepublik Deutschland“ den Schriftzug „Deutsche Bundesbank“.
Auf die „Strichprobe“, einem Abrieb der Münze auf einem Stein, auf den anschließend eine Testlösung zur Bestimmung des Goldgehaltes getropft wird, sollte bei Goldmünzen generell verzichtet werden. Auch das Ankratzen mindert die Verkäuflichkeit wertvoller Stücke. Stattdessen sollte nach Möglichkeit mit einer sehr feinen Waage das Raugewicht festgestellt und mit weiteren Angaben wie Durchmesser und Dicke aus Münzkatalogen verglichen werden.