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  • Bruchsilber

    BruchsilberAls Bruchsilber werden alle Gegenstände und deren Teile aus Silber bezeichnet, die beschädigt und damit unbrauchbar sind. Weil diese Gegenstände aus wertvollem Material bestanden, wurden die Bruchstücke aber nicht weggeworfen. Bruchsilber findet sich meist zwischen alten Bestecken: die Gabel mit verbogenen Zinken, der verbogene Silberlöffel, Kinderlöffel mit Bissspuren, silberne Messergriffe mit abgebrochener oder verrosteter Klinge.

    Mit etwas Glück findet sich in alten Haushalten auch weiteres Bruchsilber in der Werkstatt oder beim Nähzeug. Früher gab es oft Becher und Pokale aus Silber, auch Tabletts und Schälchen aus Silber waren keine Seltenheit. Mit der Zeit wurden sie unansehnlich und dienten als Blumenvase oder Stifteköcher. Häufig wurde diese Korpusware mit einem Lack gegen das Anlaufen geschützt. Wenn diese Schutzschicht gerade an den Kanten abgenutzt war, wurde das Silber dort schwarz. Zusammen mit dem etwas matten Glanz machten diese Stücke nur einen versilberten Eindruck und verschwanden aus dem Wohnzimmer.

    Auch bei Bruchsilber lässt sich noch häufig ein Silberstempel finden, der den Feingehalt ausdrückt: 800 oder 925 sind die häufigsten, aber es gibt gerade aus dem Ausland noch weitere Silberlegierungen. Sollte kein Stempel zu finden sein, ist es sehr hilfreich, intakte Besteckteile mit gleichem Muster zu suchen und dort nach dem Stempel zu schauen. Gelbe und matte Metallschichten an den abgenutzten Stellen des Bruchsilbers deuten aber auf versilberte Ware hin, genauso wie Stempel mit den Zahlen 40, 60, 90 oder 100. Die Zahlen 10, 12 oder 13 sind dagegen Glückszahlen: sie drücken den Silbergehalt in Lot aus; 13 bedeutet einen Silbergehalt von 13/ 16, also 810/1000.

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